Schlernbödele © Thomas Nicolussi

Der Alpenverein Südtirol als Eigentümer von elf bewirtschafteten Schutzhütten macht beim Wahnsinn immer größer bauen, immer mehr Betten und immer mehr Nächtigungen nicht mit!

Bozen, 21. August 2023

Pressemitteilung

AVS-Präsident Georg Simeoni nimmt Stellung zu den Aussagen von Stefan Perathoner in der FF vom 17. August. Der Alpenverein Südtirol betreibt keine „Politik der Vernachlässigung“, wie von Perathoner kolportiert. Diesen Vorwurf weist Simeoni aufs Schärfste zurück.

Schutzhütten haben die Aufgabe, den Bergsteiger:innen Schutz zu gewähren, sie müssen deshalb mit keinem Luxus ausgestattet sein. Diese Position vertreten der AVS und auch die alpinen Vereine von Deutschland und Österreich ganz klar. Es wird auf Funktionalität und Nachhaltigkeit geachtet. Beim Konkurrenzkampf „immer größer, immer mehr“ wird bewusst nicht mitgemacht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Schutzhütten nicht ihren Anforderungen gerecht werden, geschweige denn, dass sie „vernachlässigt“ würden. Im Gegenteil, der Alpenverein Südtirol investiert jährlich rund 400.000 Euro für seine Schutzhütten und finanziert dies größtenteils über die Mitgliedsbeiträge. Während die Landesschutzhütten ausschließlich mit öffentlichen Geldern saniert bzw. neu gebaut werden, sind die Investitionen auf den AVS-Schutzhütten nur zu einem Teil über Förderungen der öffentlichen Hand gedeckt. „Personalunterkünfte und sanitäre Anlagen auf den AVS-Schutzhütten werden laufend den Erfordernissen angepasst“, erklärt Georg Simeoni. „Dies ist uns ein Anliegen, um den Hüttenwirt:innen und ihrem Personal ein angemessenes Arbeiten zu gewährleisten“. Nicht zuletzt werden die AVS-Hütten den gesetzlichen Vorgaben angeglichen.

Die AVS-Schutzhütten leisten in jedem Fall ihren Dienst und erfüllen ihren Zweck: sie bieten Schutz und Unterkunft für Bergsteiger:innen. „Auf unseren Schutzhütten und weltweit auf allen anderen Schutzhütten der Alpenvereine gibt es für die Mitglieder der angeschlossenen Verbände die Übernachtung und ein bekömmliches Bergsteigeressen zu einem reduzierten Preis“, erklärt Simeoni.

Weiters möchten wir unterstreichen: Die im FF-Artikel von Stefan Perathoner genannte Dreizinnenhütte ist keine Schutzhütte des AVS (Alpenverein Südtirol), sondern des CAI. Bevor Anschuldigungen gemacht werden, sollte man sich zumindest einer Recherche bedienen.