Auf geologischer Wanderung im Upital mit dem AVS © An, Xinram
Unter sachkundiger Führung von Landesgeologe Volkmar Mair erwanderten ca. 20 AVS-Mitglieder am 29. August gemeinsam mit das Upital in Matsch. Die perfekte Gelegenheit, um Geologie praktisch zu erlernen und sich dafür zu begeistern.
Vom Parkplatz Golgabichl vor dem Bergsteigerdorf Matsch trafen sich die Kursteilnehmer:innen und fuhren in Fahrgemeinschaften bis zum Ausgangspunkt der Wanderung bei den Glieshöfen. Matsch ist seit 2017 Teil der Initiative Bergsteigerdörfer.
Das Matscher Tal ist namengebend für eine geologische Einheit, welche bis vor kurzem nicht eingeordnet werden konnte. Neueste geologische Untersuchungen und Kartierungen haben viele Erkenntnisse zutage gefördert, die für das Verständnis der geologischen Entwicklung der Ostalpen von Bedeutung sind.
Auf dem Weg zur Upialm finden sich Paragneise und Glimmerschiefer des Ötztal-Kristallins. Darauf folgt die bunte Matscher Decke: Feinschiefrige, silbrig glänzende und stark verfaltete Glimmerschiefer wechseln mit mineralreichen Glimmerschiefern und Paragneisen. Dazwischen finden sich dunkelgrüne Amphibolitbänder.
Im Bereich des Upisees und insbesondere am Blauen Knott fallen die weißen Pegmatitgänge auf, die typisch für die Matscher Decke sind.
Volkmar Mair wies die Teilnehmer:innen auch auf rezente Rutschungen hin und erklärte anschaulich die Naturgefahren in den Bergen. Er zeigte Blockgletscher und wies auf die Auswirkungen des Klimawandels hin, die sich im Gelände beobachten ließen.
Abschließend kehrte die Gruppe gemütlich bei der Upialm ein und wanderte zum Glieshof zurück. Alle Teilnehmer erhielten ein Büchlein „Alpingeschichte kurz und bündig – Matsch“, worin ein plakativer Beitrag von Volkmar Mair zur Geologie im Matscher Tal enthalten ist und nachgelesen werden kann (pdf zum Download).








