Weggeworfener Zigarettenstummel © Stephan Illmer I AVS

Die Müllmenge in den Bergen hat zwar insgesamt abgenommen, aber wo findet man wirklich müllfreie Zonen? Der Mensch muss anscheinend überall Zeichen seiner Anwesenheit hinterlassen. So werden leider auch viele schöne Plätzchen und Berggipfel mit kleinen, hässlichen Dingen wie Zigarettenstummeln verschandelt.

Das Problem mit dem Zigarettenstummel

Stinkt der eigene Müll den Rauchern etwa selbst? Oder haben sie ganz einfach kein passendes Transportmittel dafür? Am Fliegengewicht des Stummels kann es wohl nicht liegen…

Nun gibt es für die ungeliebten Stummel eine Lösung: Das Amt für Natur hat heuer eine Neuauflage des einst sehr beliebten Mehrweg-Zigarettenaschenbechers produzieren lassen – im Rahmen des Projekts „Achtsam am Berg“. Der kleine, leicht transportierbare Aschenbecher besteht zum Großteil aus recyceltem Kunststoff und bietet Platz für mehrere Stummel. Auch Bastler können Hand anlegen: eine gebrauchte, gut verschließbare Bonbonschachtel aus Metall tut ebenso einen guten Dienst. Sie kann zudem noch von kreativen Köpfen verschönert werden.

Zigarettenstummel beinhalten viele Schadstoffe

Was nicht am Berg liegengelassen werden soll, hat auch im Siedlungsraum nichts zu suchen. Zigarettenstummel sind auch ein leidiges Problem sehr vieler öffentlicher Plätze, Straßen und Gehwege. Die Teilnehmer von lokalen Müllsammelaktionen können ein Lied davon singen: die Anzahl der weggeworfenen Stummel ist enorm, der potenzielle Schaden durch die vielen enthaltenen Schadstoffe ebenso.

 

Der Rucksackaschenbecher des Amts für Natur ist in allen sieben Südtiroler Naturparkhäusern kostenlos erhältlich. Ein paar Stück gibt es auch kostenlos in der AVS-Landesgeschäftsstelle.

Wegen der zahlreichen enthaltenen Giftstoffe kann ein einziger Stummel bis zu 60 Liter Trinkwasser verschmutzen. Ein guter Grund mehr, keinen mehr achtlos wegzuwerfen.

Neuer Zigarettenaschenbecher © Andrea Leitner I Amt für Natur; Selbst gebastelte Zigarettenstummel-Box © Miriam Federspiel I AVS