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Ein Hüttenbesuch ist etwas Besonderes – und läuft ein bisschen anders ab als eine Übernachtung im Tal. Damit dein Aufenthalt für dich und alle anderen gut funktioniert, informiere dich vorab hier über die Hütten Reality und plane deine Tour realistisch entsprechend deines Könnens und deinen Erwartungen.

Gut vorbereitet auf die Hütten‑Reality

Informiere dich, was dich erwartet, schätze dich realistisch ein und mach dir dann oben selbst ein Bild davon, wie Hüttenleben wirklich funktioniert.

Hütten-Reality in Zahlen. Schutzhütten – alles andere als selbstverständlich

Wassersparen auf Hütten © DAV/Marisa Koch

40 Liter Wasser

Verbraucht ein Übernachtungsgast pro Tag durchschnittlich

Daher gilt: Wasserparen!

Trockentoiletten kommen ohne Spülung aus und sparen viel Wasser. Duschen gibt es immer weniger –Katzenwäsche genügt. Gekocht wird einfach, damit Wasserverbrauch und Spülaufwand gering bleiben.

5-10 Handgriffe

von der Lieferung bis zum Teller

Auf der Hütte übernimmt das Hüttenteam jeden Schritt selbst – vom Einkauf im Tal über den Transport zur Hütte bis hin zum Einräumen der Ware in den Lagerraum, sowie das Zubereiten in der Küche. Dabei wird so viel bewegt und angepackt, dass ein Fitnessstudio überflüssig ist – der Hüttenalltag ist Training genug.

Vom Tal auf die Hütte © DAV/Wolfgang Ehn
Übernachten auf Hütte © Übernachten auf Hütten DAV/Marisa Koch

60 Euro

Kostet dich durchschnittlich eine Nacht mit Halbpension

Der Preis ergibt sich aus der aufwendigen Versorgung, dem Transport und dem Betrieb am Berg – deshalb sind Komfort und Leistungen bewusst reduziert und es steckt viel Handarbeit dahinter.

Mit einer Mitgliedschaft beim Alpenverein wird der Aufenthalt günstiger, bezahlt wird hier oben in der Regel bar.

300 Höhenmeter

Sind ein guter Richtwert pro Stunde

Bei der Berechnung der Gehzeiten kann man sich an Durchschnittswerten orientieren.

  • ca. 300 Höhenmeter (hm) pro Stunde für den Aufstieg
  • ca. 500 Höhenmeter pro Stunde für den Abstieg
  • ca. 4 Kilometer horizontal pro Stunde

Wir berechnen beide Werte (Gehzeit für Höhendifferenz bzw. für Horizontalentfernung) zuerst separat. Dann wird der kleinere Wert halbiert und zum größeren Wert addiert. Weitere Informationen hier.

Wie werden Wegzeiten eigentlich berechnet? © DAV/Klaus List
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Wie werden Wegzeiten eigentlich berechnet? © DAV/Klaus List

6 Uhr Frühtück

Heißt: Für den Wirt beginnt der Tag schon um 4:30 Uhr.

Während ihr noch schlaft, wird in der Küche schon gewerkelt. Und wenn ihr im Bett seid, ist der Tag oft noch nicht vorbei. So läuft der Hüttenalltag – früh, lang und immer was zu tun!

Fakten & Insiderwissen in Kürze

TourenplanungOrientier dich am Berg – nicht am Feed.

Reservieren & Stornieren: Reservierst du, kommst du. Kommst du nicht, stornierst du – ASAP!

Packliste: Du trägst, was du brauchst – und nur das.

Strom & Wasser: Hier oben kein Selbstläufer – bitte sparsam.

Hüttenküche & Allergien: Was den Weg raufkommt, kommt auf den Teller. Mehr gibt’s nicht – aber das richtig gut. Bei Allergien: wir tun, was geht.

Müll & Spuren:  Was raufkommt, geht mit dir wieder runter.

Wer steckt dahinter, was ist das Ziel?

Der „Hütten Reality Check“ ist eine gemeinsame Kommunikationskampagne des Österreichischen Alpenvereins, des Deutschen Alpenvereins, des Schweizer Alpen-Club und des Alpevereins Südtirol.

Sie stellt das besondere Miteinander auf Alpenvereinshütten in den Mittelpunkt und lädt dazu ein, sich vor dem Hüttenaufenthalt ein eigenes Bild zu machen, statt sich von Social-Media-Trends leiten zu lassen. Gleichzeitig macht der „Hütten Reality Check“ deutlich, dass Hütten alles andere als selbstverständlich sind – sie werden mit viel Engagement, harter Arbeit und großer Leidenschaft betrieben. Gäste sind eingeladen Neues dazuzulernen und ihre eigenen Hüttenerfahrungen zu teilen.

Eine gemeinsame Kampagne von: