Herrlicher Blick auf Überetsch und Unterland © Horst Palla AVS Kaltern
Zu Fuß und/oder mithilfe von Öffis geht’s im Mai direkt von zuhause aus los zu unserer bereits zur Tradition gewordenen Hausbergwanderung. Unser Ziel ist wieder ein Gipfel, den die meisten Teilnehmer:innen noch nicht kennen.
Von Horst Palla, Referent für Natur & Umwelt, Sektion Kaltern
Der Toval, auf dem Mendelkamm zwischen Mendelpass und Penegal gelegen, ist ein unscheinbarer Bergrücken, der etwas abseits vom eigentlichen Wanderweg liegt. Er bietet eine schöne Aussicht auf die Trentiner Berge, Val di Sole mit Brenta, Presanella, Ortlergruppe, Deutschnonsberg mit Ultner Bergen, dahinter die Ötztaler Alpen, dann Geislergruppe, Lang- und Plattkofel, Rosengarten, Latemar, Schwarz- und Weißhorn, die Lagorai und hinunter zum Kalterer See.
Während die meisten mit der Mendelbahn auf den Pass fahren und von dort den Aufstieg beginnen, startet eine kleine Gruppe bereits frühmorgens von Kaltern aus. Über den schön angelegten alten Mendelsteig steigen wir durch frische Buchenwälder zum Pass. Ein Abstecher zu einem Platz mit herrlich blühenden Frauenschuh-Exemplaren, Südtirols größter Orchideen-Art, lässt unsere Herzen höherschlagen. Wir verpassen die mit der Mendelbahn angereisten Teilnehmer:innen und holen sie erst wieder beim neuen Gipfelkreuz auf dem Toval holen ein. Dort überrascht uns Peter mit einem kleinen Aperitiv aus dem Rucksack.
Wir steigen wieder ab und gehen weiter zum Kleinen Penegal, wo wir das obligatorische Gipfelfoto machen. Am Platz fürs Herz-Jesu-Feuer der AVS-Jugend machen wir Rast. Dort wird schon fleißig Gemüse, Polenta und Fleisch gegrillt, Kartoffelsalat, Bohnen und Schüttelbrot aufgetischt. Apfelsaft und Wein dürfen auch nicht fehlen. Da packt jeder gerne Teller, Besteck und Trinkbecher aus dem Rucksack. An die 50 AVSler schauen bei herrlich klarem Wetter ins Überetsch-Unterland, auf den Kalterer See und die schneebedeckten Dolomiten. Sogar Blechkuchen und Kaffee gibt’s – der reinste Luxus. So lässt es sich fein plaudern und diskutieren, Pläne schmieden, Karten spielen, im Gras liegen und träumen. Und irgendwann packt jeder wieder seine „sieben Zwetschgen“ ein und hilft, etwas zurück zum Mendelpass zu tragen. Dann geht’s über Stock und Stein wieder hinunter nach Kaltern.
Wegverlauf:
Variante 1: Auffahrt mit der Mendelbahn in St. Anton; Wanderung in Richtung Kleiner Penegal und für die etwas Schwindelfreien weiter auf den Toval. Der Aufstieg dauert etwa 1,5 Stunden.
Variante 2: Von der Mendelbahn in St. Anton Aufstieg über den alten Mendelsteig zum Mendelpass, dann wie bei 1. Gehzeit: ca. 3,5 Stunden
Abstieg über den Mendelsteig: ca. 1,5-2 Stunden





