Problem Transitverkehr: Die Brennerautobahn © pixabay/RobbyFo
Der Alpenverein Südtirol unterstützte die geplante Blockade der Brennerautobahn am 30. Mai. Rund 5.000 Bürger:innen forderten Maßnahmen gegen den ausufernden Transitverkehr und für die Gesundheit. Eindrücke von der Demonstration um und auf der Autobahn bei Matrei am Brenner.
Von Gregor Beikircher, AVS-Referent für Natur & Umwelt der Ortsstelle Vahrn
Viele Südtiroler aus verschiedenen Umweltorganisationen haben die Brenner-Verkehrsblockade der Nordtiroler an der Autobahn in Matrei am Brenner unterstützt. Aus der Vahrner Gemeinde, eine der geplagtesten und am stärksten umweltbelasteten Gemeinden im Eisacktal habe ich aber leider niemand gesehen, die/der daran teilgenommen hätte.
Die Demonstration zog sehr geordnet mit vielen Spruchbändern und Plakaten gleich um 13 Uhr über die Matreier Zufahrt der Autobahn ein, mit einer Musikband vorne an, geformt aus jungen Leuten, ein langgezogener Zug über die Einfahrtschleifen hinein – teils auch auf der Autobahn tanzend – bis vor das Rednerpult auf der Autobahn. Viele Bürgermeister aus dem Nordtiroler Wipptal und den Nebentälern, unter den einfachen Bürger:innen verteilt, kamen zum Rednerpult und nahmen Stellung. Ich habe auch kurz den Nordtiroler Landeshauptmann im Gemenge getroffen und mit ihm einige Gedanken gewechselt und er hat mir nochmals für meinen Einsatz im Umweltbereich gedankt, bevor er wieder in der Menge weiterzog.
Ein paar Frauen von den Obfeldeshöfen, welche über der Autobahn liegen, schilderten mir den Eindruck der plötzlich ungewohnten, nahezu gespenstischen Ruhe, die sie sonst nie haben. Sie waren tief beeindruckt von den Tausenden Menschen, die unten auf der Autobahn mit ihren Bürgermeistern offen für eine gesündere Umwelt und den Schutz ihrer Mitbürger:innen demonstrierten.






