Landschaft an der "Via degli Dei" © Ivone Stimpfl
Dieser Weitwanderweg ist ca. 130 km lang, führt durch den toskanisch - emilianischen Apennin und verbindet Florenz mit Bologna. Für die Wanderung benötigt man im Durchschnitt 4 - 6 Tage. Gutes Wetter, Gastfreundschaft und gut gepflegte Wege blieben uns in Erinnerung. Für die An- und Rückreise nutzten wir Freccia Rossa Schnellzüge.
Von Ivone Stimpfl, Ortsstelle Leifers
Mein treuer Wanderbegleiter Josef Hofer und ich, Stimpfl Ivone, beide AVS Mitglieder, fuhren am 12.5. um 5.12 h mit der Freccia Rossa von Bozen nach Florenz. Pünktlich um 8.24 h kamen wir am Bahnhof Florenz an. Wir brachen gleich zu unserer ersten Etappe auf. Zuerst gingen wir durch die Stadt Florenz, bald erreichten wir den Wanderweg. Die erste Etappe führte von Florenz bis Vetta Le Croci, wo wir am späten Nachmittag, nach ca. 17 km Fußweg, ankamen. Im Hotel Dino, unserem erster Schlafplatz wurden wir sehr freundlich empfangen. Wir haben dort auch zu Abend gegessen und für den nächsten Tag ein Lunchpaket reserviert.
Am 13.5. ging es von Vetta Le Croci weiter nach San Piero a Sieve. Wir folgten einem schönen schattigen Waldpfad mit einigen Sehenswürdigkeiten, wie dem Castello del Trebbio und der Wallfahrtskirche Monte Senario. Vom Monte Senario wanderten wir durch Blumenwiesen mit prächtigen Orchideen. Nach 18 km erreichten wir unsere Schlafstelle, das B & B La Pieve.
Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir am 14.5. zu unserem nächsten Ziel, dem Passo della Futa. Auch bei dieser Strecke ging es durch Laubwald und Wiesen mit herrlichen Panoramablicken auf den Apennin. Hier übernachteten wir nach 22 km Fußmarsch in einem Bungalow auf einem Campingplatz.
Am 15.5. ging es weiter zur nächsten Etappe nach Madonna dei Fornelli. Nach 15 km machten wir es uns bei einem köstlichen Abendessen im Albergo Poli gemütlich, wo wir auch übernachteten.
Am 16.5. stand die längste und etwas anspruchsvollere Etappe auf den Monte Adone auf dem Programm. Dort genossen wir eine beeindruckende Aussicht. Mit großer Dankbarkeit und Zufriedenheit stiegen wir zu unserer nächsten Schlafstelle ab. Nach 24 km erreichten wir das B & B sulla via degli Dei, einen einfachen, aber angenehmen und sauberen Schlafplatz mitten im Wald.
Am 17.5. brachen wir zu unserer letzten Etappe auf. Wir hatten bis Bologna ca. 25 km vor uns. Wir machten uns schon früh auf den Weg, um am selben Tag nach Bozen zurückfahren zu können. Tatsächlich schafften wir bereits den Zug mit Abfahrt um 13.16 h und Ankunft in Bozen um 15.48 h.
Ein paar Eindrücke von der "Via degli Dei" © Ivone Stimpfl
Mein Fazit:
Es war eine schöne, nicht übermäßig, aber doch etwas anstrengende Mehrtageswanderung (mit ordentlichem Tagespensum). Wir haben schöne Eindrücke gesammelt, waren von der Freundlichkeit der Menschen beeindruckt und haben vor allem die Sauberkeit und gute Pflege der Wanderwege genossen. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter: nur einmal, bevor wir den Campingplatz erreichten, überraschte uns ein heftiger Regenguss. Da man vorwiegend auf Lehmboden wandert, kann das Wandern bei Nässe sehr unangenehm werden.
Fakten: ca. 130 km Weitwanderweg durch den Apennin zwischen Florenz und Bologna. Er führt über antike etruskische und römische Pfade durch Wälder und Berge mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten und tollen Ausblicken. Einige davon sind der Passo della Futa mit dem deutschen Soldatenfriedhof, der Monte Adone, die antike via Flaminia militare, die in der Römerzeit als Verbindung zwischen den Städten Felsina (Bologna ) und Fiesole (Florenz) angelegt wurde. Die gesamte Route ist sehr gut beschildert.
Der Name „Weg der Götter“ leitet sich von antiken Namen einiger Berge, die der Weg überquert, ab: Monte Adone, Monzuno – Mons Iovis, Berg des Jupiter, Monte Venere – Berg der Venus, Monte Luario – Lua war die römische Göttin der Sühne.
Für eine detaillierte Tourenplanung bietet die folgende Webseite zahlreiche Informationen: https://www.viadeglidei.it/










