Der Frauenschuh ist Südtirols größte Orchidee - und streng geschützt © Judith Egger
Der AVS unterstützt mehrere Mitmachaktionen, bei denen es um die Sammlung von Beobachtungsdaten durch interessierte Laien geht.
Eine wissenschaftliche Grundlage zum Vorkommen (meist) seltener oder geschützter Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, benötigt viele aufmerksame Beobachter:innen. Expert:innen allein können dies nicht leisten, daher werden Informationen von interessierten Laien zur wichtigen Ergänzung.
Was genau leisten die Bürgerwissenschaften?
Sie bieten vor allem interessierten Laien die Möglichkeit, aktiv an wissenschaftlichen Prozessen teilzunehmen und beizutragen. Menschen aus verschiedenen Hintergründen und unterschiedlichen Alters können sich einzubringen und wertvolle Beiträge zur wissenschaftlichen Forschung leisten, indem sie Daten sammeln. Manchmal werden sogar besondere Entdeckungen gemacht, wie z.B. ein Neufund oder ein Höhenrekord einer Pflanze.
Hier findet ihr eine Reihe von Möglichkeiten, mitzumachen. Ein großer Dank gilt allen, die ihre Beobachtungen mit uns (und den Wissenschaftler:innen) teilen möchten.
Gesucht: Tottermanndl, Wurm & Grunaz
Naturbegeisterte AVS-Mitglieder sind aufgerufen, Beobachtungen von Reptilien und Amphibien in Südtirol dem Verein Herpeton zu melden. Der AVS möchte den Verein bei der Informations- und Dokumentationsarbeit unterstützen. Eure Beobachtungen (Foto, Koordinaten, etc.) sind wichtiger Baustein zur Ergänzung der vorhandenen Datengrundlage. Für weitere Informationen:
Schön und selten: Natura2000-Arten auf der Spur
Das Amt für Natur sammelt in Zusammenarbeit mit EURAC Research und dem Naturmuseum Südtirol Beobachtungsdaten ausgewählter Tier- und Pflanzenarten, welche in Südtirol selten geworden sind oder zu denen es nur wenige Datensätze gibt. Achtung: Es werden ausschließlich Beobachtungen aus Südtirol gesammelt. Auf der Webseite des Amtes findet ihr Portaits zu den gesuchten Arten, z.B. Hirschkäfer, Apollofalter, Frauenschuh, Moretti-Glockenblume oder Schopfige Teufelskralle.
Gesucht: Die Alpenkrähe
Im Dreiländereck der Terra Raetica (Vinschgau, Graubünden, Nordtirol) wollen wir nach der Alpenkrähe Ausschau halten. Vor vielen Jahren wurde die Art noch im Grenzgebiet des oberen Vinschgaus zum Kanton Graubünden beobachtet. Ziel der Aktion ist es, einen aktuellen Nachweis zum Vorkommen dieser Art zu erbringen. Merkmale der Alpenkrähe: Größe und schwarzes Gefieder wie die Alpendohle. Eindeutiges Unterscheidungsmerkmal ist jedoch ihr langer, gekrümmter, roter Schnabel.
Flora am Limit: Wie hoch steigen Südtirols Blütenpflanzen?
Der AVS unterstützt die Aktion „Flora am Limit“ des Naturmuseums. Ihr könnt einen wertvollen Beitrag für die Wissenschaft leisten, indem ihr bei euren Berg- und Hochtouren in Südtirol besonders achtsam seid, wenn es in die Höhe geht. Das Naturmuseum sammelt nämlich Daten von Blütenpflanzen (Gräser und Kräuter, jedoch keine Moose und Flechten!) welche auf über 3.200 m Meereshöhe wachsen. Durch die Klimaerwärmung verschiebt sich ihre Wachstumsgrenze nach oben. Wir wissen noch nicht, wie schnell dies vonstattengeht, weil es dazu nur wenige Daten gibt. Mit eurer Hilfe möchten wir den bisherigen Höhenrekord brechen.



