Bergsteigerdorf Matsch © Ferienregion Obervinschgau I Benjamin Pfitscher
Mit der neuen Weitwanderung „Südtirol quer: Von Lungiarü nach Matsch“ wird Südtirol in seiner ganzen Vielfalt erlebbar. Die anspruchsvolle 8-tägige Mehrtagestour verbindet die beiden Bergsteigerdörfer Lungiarü im Gadertal und Matsch im Obervinschgau und führt auf rund 118 Kilometern durch drei Gebirgsgruppen, zwei Naturparks und zahlreiche ursprüngliche Seitentäler. Die Initiative Bergsteigerdörfer wird in Südtirol vom AVS getragen.
Die Route verläuft über historische Jöcher, alte Waalwege und Wallfahrtsrouten, durch Lärchen- und Zirbenwälder, über Almwiesen und vorbei an Mooren, Bergseen sowie artenreichen Trockenhängen. Zu den kulturellen Höhepunkten zählen bedeutende Stätten wie Kloster Säben und Latzfonser Kreuz.
Mit rund 7.400 Höhenmetern im Aufstieg und durchschnittlich 5,5 Stunden Gehzeit pro Etappe richtet sich die Tour an erfahrene und konditionsstarke Bergwandernde. Vier Teilstrecken werden bewusst mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt und unterstreichen den nachhaltigen Ansatz der Route. Übernachtet wird in Schutzhütten und kleinen, authentischen Gasthäusern, die regionale Küche und herzliche Gastfreundschaft bieten.
„Südtirol quer“ ist damit weit mehr als eine sportliche Herausforderung: Die Mehrtagestour lädt dazu ein, die alpine Landschaft bewusst zu erleben, regionale Identität zu entdecken und die beiden Südtiroler Bergsteigerdörfer Lungiarü und Matsch kennenzulernen.
Entstanden ist die Idee im Austausch engagierter Ehrenamtlicher aus beiden Bergsteigerdörfern. „Ziel der Weitwanderung ist es, die beiden Südtiroler Bergsteigerdörfer zu verbinden und die Initiative Bergsteigerdörfer bekannt zu machen“, meint Christoph Alfreider von der lokalen Arbeitsgruppe Lungiarü.
Die Initiative Bergsteigerdörfer wird von 6 alpinen Vereinen ÖAV; DAV, AVS, CAI, PZS und SAC in 5 Alpenländern getragen und versteht sich als Beitrag zum Schutz authentischer alpiner Siedlungsräume. Die Umsetzung des Konzepts funktioniert nur, wenn auch die lokalen Tourismustreibenden diesen Weg mitgehen. In Südtirol hat die Initiative in der Ferienregion Reschensee und der Tourismusgenossenschaft San Vigilio & San Martin sowie in den Bergsteigerdorf-Partnerbetrieben gute Partner gefunden.
Bergsteigerdörfer stellen intakte Naturräume, gelebte Traditionen, den Verzicht auf große technische Erschließungen sowie verschiedene Bergsportaktivitäten in den Mittelpunkt, ergänzt durch regionale Wertschöpfung und möglichst umweltfreundliche Anreiseformen. Charakteristisch ist der Ansatz „Weniger ist mehr“, mit Fokus auf Qualität, Entschleunigung und die Orientierung an natürlichen Grenzen.
Die 8 Etappen wurden zur Hälfte vom AVS-Wanderführer Christoph Alfreider und der Wanderleiterin Nadja Anstein erkundet und dokumentiert. Sie sind im Tourenportal der Alpenvereine alpenvereinaktiv.com aufbereitet.



