Margreider Ur-Rebe © Olav Lutz, alpenvereinaktiv
AVS-Tourentipp
Von Margreid über Penon nach Kurtatsch und über Entiklar wieder zurück nach Margreid
Olav Lutz, alpenvereinaktiv.com
Ideale Herbst- oder Frühjahrswanderung. Wer vom Winter genug hat, der ist an den Sonnenhängen des Unterlandes immer gut aufgehoben. Wir starten in dem idyllischen Unterlandler Dorf Margreid, wo Häuser eng zusammengebaut sind. Im Zentrum des Dorfes treffen wir schon das erste Highlight dieser Tour: die Margreider Ur-Rebe, welche sonnenüberflutet an der Hausmauer emporrankt. Diese Rebe wurde im fernen Jahre 1601 gepflanzt und liefert heute noch edlen Rebensaft. Dieses Weindorf, welches sich an der Weinstraße befindet, beheimatet verschiedene Weinproduzenten, darunter auch im Dorfzentrum den Ansitz Löwengang des Alois Lageder, welcher zu den exklusivsten Weinpäpsten gehört. Am Ansitz wandern wir vorbei bis wir zum Dorfbrunnen kommen und auf dem Weg Nr. 3 die Franz-Fenner-Straße hinaufwandern. Nach der ersten steilen Anhöhe gelangen wir zu einer Abzweigung und folgen hier dem Weg Nr. 3b, vorbei an Rebenhängen in den Lahnsteig. Dieser schlängelt sich hinauf zum Margreider Leiten Biotop, wo wir das Felsband queren, vorbei an Buchen und auch Eiben. Die europ. Eibe ist sehr selten. Hier findet man jedoch etliche Exemplare, welche den Weg säumen. Dieser Baum gehört zu einer der ältesten Baumarten Europas, kann ein sehr hohes Alter erreichen und ist sehr giftig. Nicht nur die Rinde und das Holz sind es, sondern auch die roten Früchte. Dieser Baum hat jedoch eine Eigenschaft, die man früher sehr geschätzt hat. Seine Biegsamkeit ist außergewöhnlich und ideal, um Bögen herzustellen. Schon Ötzi schätzte dieses Holz, und sein Bogen war eben aus diesem Holz gemacht. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir die ersten Häuser der Fraktion Penon. Wir wandern immer noch auf dem markierten Weg weiter, bis wir zum Dorfplatz kommen. Hier machen wir eine kleine Rast und betreten andächtig die Kirche, welche eine Besonderheit ist.



