ALPINIST Team: Winter-Aktionen Innervillgraten

Der Winter ist auch bei uns im ALPINIST-Team angekommen – zwar mit wenig Schnee, dafür aber mit umso mehr Eis und Motivation. Zweimal zog es uns nach Osttirol: einmal mit dem Motto „Eisklettern“, das zweite Mal ursprünglich für eine „Skitouren“-Aktion.

Im Dezember des vergangenen Jahres bezogen wir zum ersten Mal die AVS-Hütte in Innervillgraten. Ausgerüstet mit Steigeisen, Eisgeräten, Eisschrauben und allem, was man fürs Eisklettern braucht, machten wir uns ans Werk. Unsere Bergführer Manu und Magge vermittelten uns zunächst die Grundlagen im Eispark Osttirol – einem künstlich angelegten Eisklettergarten. Dort hieß es vor allem: viele Klettermeter sammeln, um ein Gefühl für das Eis unter den Pickeln und den Zacken der Steigeisen zu bekommen. Für einige war das Klettern im Eis schließlich noch Neuland. Am zweiten Tag ging es weiter hinein ins Gschlößtal, wo wir uns an den Seebachfällen aufteilten. Kalte Füße bekamen wir nur wegen der frostigen Minusgrade – nicht vor Angst. Am letzten Tag machten wir uns wieder auf den Rückweg Richtung Südtirol. Bei Prags legten wir noch einen Stopp ein: Zwei Seilschaften nahmen sich dort einen Eisfall vor, während die restliche Gruppe im Eisklettergarten Rosslahne die Eisgeräte ins Eis schlug.

Damit war die erste Winteraktion vorbei. Doch schon am ersten Januarwochenende kehrten wir zur AVS-Hütte nach Innervillgraten zurück –genau dann, als der Wetterbericht bis zu minus zwanzig Grad ankündigte. Wegen Schneemangels wurde bei dieser eigentlich als Skitour geplanten Aktion erneut auch viel im Eis geklettert. Am ersten Tag waren wir deshalb mit der Eiskletter-Ausrüstung im Reintal unterwegs, am zweiten tauschten wir die Steigeisen gegen Tourenski. Ziel war die Große Kinigat an der Grenze zur Provinz Belluno. Nach einem langen, flachen Zustieg durchs Schöntal spitzkehrten wir uns bis zur Filmoorhütte und darüber hinaus hinauf. Vor dem eigentlichen Gipfelanstieg auf der Südseite ließen wir die Ski zurück. Am Gipfelkreuz gab es – natürlich – die verdiente Gipfelschokolade, bevor wir zur Abfahrt ansetzten: erst über Hänge, dann etwas anspruchsvoller durch den Wald. Ein Wunder, dass niemand größere Kratzer in die Ski bekam. Zurück auf der Hütte nutzten unsere Bergführer Magge und Tobi die Zeit, um uns in Schnee- und Lawinenkunde sowie Tourenplanung weiterzubilden. Außerdem philosophierten und diskutierten wir über unsere Abschlussexpedition – es bleibt spannend, wohin es uns verschlagen wird. Am letzten Tag teilten wir uns in Skitourengeher und Eiskletterer auf. Die Skitourengruppe hatte bereits am Vortag einen Hang ins Visier genommen, in dem sie Pulver erhoffte. Die Eiskletterer machten sich auf zum Obstanser Eisfall – wie viele andere auch. Insgesamt acht Seilschaften wollten den Eisfall begehen. Wir versuchten dennoch das Beste daraus zu machen.

Zum Abschluss trafen wir uns alle bei Kaffee, Kakao, Bier und (recht teurem) Kuchen wieder, wir tauschten uns aus – und freuen uns jetzt schon auf die nächsten Aktionen.

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